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Geschrieben von Uli Schilf am 11.07.2011
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Der Anlass für die Überführung der Segelyacht "Hippo" war nicht erfreulich. Doch der Reihe nach:

Der Eigner der "Hippo", unser Freund Uwe, musste seine Urlaubsreise mit seiner Frau und seinem Schiff wegen Krankheit in Warnemünde abbrechen und nach Hause zurückkehren. Also fuhren sein Sohn Marc, unser Freund Günther und ich am 10. Juni nach Warnemünde, um dort im Hafen "Hohe Düne" die Hippo zu übernehmen. Um 11 Uhr kamen wir in Warnemünde an, um 12.00 Uhr legten wir ab. Als Tagesziele waren entweder Heiligenhafen oder Fehmarn im Gespräch. Der Wind wollte uns allerdings nicht in diese Richtung segeln lassen; er kam von dort.

So segelten wir zunächst Richtung Gedser. Auf unserer Tour begegneten wir einem Schweinswal. Die Stimmung an Bord war gut.


Während ein Crewmitglied steuerte, das zweite den Getränkevorrat prüfte, kümmerte sich der Skipper um die Festlegung des richtigen Kurses.


Wir beschlossen, unter Maschine Kurs auf Burgtiefe zu nehmen. Günther, ausgewiesener Motorbootexperte, nahm - zu allem entschlossen - das Ruder in die Hand.

Während die Sonne sich dem Horizent näherte, versucht unser Skipper, das Letzte aus der "Hippo" heraus zu kitzeln.

Um 20 Uhr machten wir in Burgtiefe auf Fehmarn fest. Ich war zum ersten Mal hier und empfand den Hafen  nicht unbedingt als ein besonderes Highlight. Man hatte den Eindruck, dass sich die Erbauer des Hafens mit seiner Infrastruktur ein wenig an der späten DDR orientiert hatten. Es gibt auch keine Bilder von diesem Hafen. Nach einem längeren Spaziergang fanden wir dann auch eine Pizzeria mit einer ordentlichen Pizza.

Den Abschluss des Abends bildete ein Besuch in einer Strandbar, wo wir bei teilweise alkoholfreien Cocktails ein Feuerwerk bewundern konnten, welches die Jahrmarktstage von Burgstaaken abschloss.

Am 11.07.11 legten wir nach einem gemütlichen Frühstück um 9 Uhr ab. Die Fehmarnsundbrücke begleitete uns über Stunden, bevor sie außer Sicht geriet.

Zunächst konnten wir segeln und erreichten sogar Geschwindigkeiten von über 7 kn, bevor der Wind dann einschlief.

Ein ungläubiger Blick auf die Instrumente bestätigte den herrlichen Speed.Während sich der Autor dieser Zeilen an der Geschwindigkeit berauschte, kümmerte sich der Skipper rührend um seine Crew.

Auch für geistige Nahrung war gesorgt.

Wir diskutierten ein bisschen darüber, ob wir die Tour um einen Tag verlängern und einen Abstecher nach Damp machen sollten, verwarfen diesen Gedanken aber wieder und nahmen Kurs auf die Kieler Förde. Um 17.30 erreichten wir die Schleuse in Kiel-Holtenau, und um 18 Uhr verließen wir sie, um durch den Kanal nach Büdelsdorf zu fahren. Unseren Heimathafen erreichten wir um 21 Uhr.

Die Sonne schien uns ins Gesicht. Es waren zwei schöne Tage auf See...

...mit einem liebevollen Empfang im Heimathafen.

 

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