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Tagebuch

Sollen wir oder sollen wir nicht?

Geschrieben von Uli Schilf am 12.05.2010
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Gestern wollten wir eigentlich nach Flensburg fahren, um unseren Überführungstörn mit "Stübbes" nach Büdelsdorf zu starten. Doch das Wetter war zu grausig. Ständiger Nieselregen bei 7°, das wollten wir uns dann doch nicht antun.

Heute Morgen (7.45 Uhr) ist es zwar trocken, aber immer noch kalt. Uwe hat uns angeboten, uns nach Flensburg zu bringen. Wir könnten dann heute Vormittag noch starten. Wir überlegen noch. Viele Möglichkeiten, das Schiff aus dem Wasser zu holen und das Unterwasserschiff reinigen zu lassen, haben wir nicht mehr. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, weil wir Freitag auch noch frei haben.

Ich melde mich später noch einmal.

Das hatte ich auch noch nicht. Bei Marschfahrt (5,7 kn) fahren wir auf den Leuchtturm Kalkgrund am Ausgang der Flensburger Förde zu, der Autopilot ist eingeschaltet, Jutta hält Ausguck und ich schreibe diese Zeilen und bin im Internet. Wir sind jetzt seit 10.30 Uhr unterwegs. Erika und Uwe haben uns nach Flensburg gefahren. Jetzt ist es 13.50 Uhr und wir haben 17,7 sm zurückgelegt. Da kaum Wind herrscht, läuft die Maschine. Das Großsegel haben wir zur Unterstützung gesetzt. Wir werden versuchen, heute bis nach Damp zu kommen. Bis später!

Hier gibt es ein paar Bilder von der Umrundung des Leuchtturms. Es ist leicht zu erkennen, dass es noch ziemlich kalt ist:

Der Leuchtturm wird um 14.20 Uhr gerundet. Nun schläft der Wind ganz ein und wir bergen das Groß. Der Autopilot tut seinen Dienst und es bleibt Zeit, seinen Gedanken nachzuhängen.

Um 17.30 machen wir in Damp fest. Als sei es Gedankenübertragung, ruft in diesem Moment Uwe an, um sich zu erkundigen, wo wir uns befinden. Wir haben den Platz 1 am Steg G erwischt und liegen direkt vor dem Ostseerestaurant. Insgesamt sind wir 38 sm gefahren. Kein schlechter Schnitt für 7 Stunden. Leider konnten wir nur unter Maschine fahren. Nachdem wir uns mit einem Kräutergetränk aufgewärmt haben, geht es zum Hafenmeister. Der hat aber schon Feierabend. Den Schlüssel für Duschen und WC holen wir uns im Ostseehotel. Im Strandbistro essen wir eine Kleinigkeit. Da kommt man viele Jahre nicht nach Damp und nun gleich zweimal innerhalb einer Woche.

Die Kuchenbude ist aufgebaut und so stört es uns auch nicht, dass es jetzt ein bisschen zu regnen begonnen hat.

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