Schilfs Reiseseite

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Tagebuch

Rehlein

Geschrieben von Uli Schilf am 16.01.2010
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Gestern Nachmittag legte ich mich im Wohnzimmer auf unsere Couch, nahm mein Buch über die Geschichte der europäischen Universitäten zur Hand und - entschlummerte.

Plötzlich weckte mich ein scharrendes Geräusch! Meine Frau hatte für die Vögel einen Teller mit Futter und einen Apfel auf die Terrasse gelegt. Was scharrte da? Ich drehte den Kopf, traute meinen verschlafenen Augen nicht, dachte, das sei ein Hund und stellte fest, es war ein kleines Reh, das sich über das Vogelfutter her machte. Nun wohnen wir nicht etwa auf dem Land und abgeschieden, sondern in einer Reihenhaussiedlung.

Ich war froh, dass ich es schaffte - vom Reh unbemerkt - die Couch zu verlassen und meiner Frau Bescheid zu sagen. So konnte sie das Schauspiel selbst betrachten. Mich schützte es davor, dass sie wegen vermeintlicher Halluzinationen einen Nervenarzt anrief.

Es war jedenfalls ein tolles Erlebnis und jetzt warte ich auf den ersten Elch auf unserer Terrasse.

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