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Tagebuch

Frechheit

Geschrieben von Uli Schilf am 20.11.2010
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Diese Anzeige der Bundeskanzlerin, die mindestens 2,8 Mio € gekostet hat, ist eine Frechheit.

Deshalb habe ich auch einen Leserbrief geschrieben, der am 20.11.2010 in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung abgedruckt wurde:

Welch ein absurdes Szenario: Da bedankt sich die leitende Angestellte (Frau Merkel) in einer bundesweit erscheinenden Anzeige bei ihrem Arbeitgeber (dem Volk) für Vernunft, Ideen, Engagement und Gemeinsinn. Außerdem verspricht sie ihrem Arbeitgeber auf immerhin 4 Gebieten (Finanzen, Bildung, Energieversorgung, Gesundheit) Leistung zu zeigen. Und dieses Versprechen lässt sie sich von dem Arbeitgeber mit 2,8 Millionen € bezahlen. Ticken Sie noch richtig, Frau Merkel?

Leider hat sich die Zeitung nicht getraut (oder es nicht gewollt), meine Frage am Schluss mit abzudrucken.

Na ja, und dann gibt es ja auch Freunde, die mich davor warnen, mich zu sehr aufzuregen. Was sind schon 2,8 Mio € für eine verkrampft grinsende Angela Merkel gegen 480 Mrd €, die im Oktober 2008 für die Banken gezahlt wurden? Das stimmt natürlich: Vielleicht sollten wir der Dame aus der Uckermark noch dankbar sein, dass sie mit ihrer Selbstbeweihräucherung noch so preiswert war.

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