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Tagebuch

25. Februar 2016

Geschrieben von Uli Schilf am 25.02.2016
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Da denkt man, dass alles erledigt ist, wenn die Ohrspeicheldrüse mit dem bösartigen Tumor entfernt wurde, und dann das:

Soeben rief Dr. Franke (Chefarzt der Medizinischen Klinik II des Malteser-Krankenhauses in Flensburg) bei uns an, um mir mitzuteilen, dass die Befunde aus der Knochenpunktion bösartige Metastasen bestätigt hätten. Urheber sei demnach die Ohrspeicheldrüse, bzw. der dort festgestellte und operierte Tumor. Dr. Franke will sich nun mit den Strahlentherapeuten des Krankenhauses in Verbindung setzen, um die Bestrahlung der schmerzhaften Körperteile (Becken bzw. Lendenwirbelsäule) anzuleiern. Ein Gespräch mit der Chefärztin der Onkologie (Prof. Dr. Basara) kann erst am nächsten Montag stattfinden, da sie erst dann wieder in der Klinik ist. Dr. Franke wird dann mit ihr und den beteiligten Fachärzten das weitere Vorgehen (welche Therapie?) beraten und mich dann wieder anrufen. Erst danach kann man weitere Aussagen machen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge ist aber kein weiterer Primärtumor aufgetaucht. Überraschend ist für mich, dass sich trotz engmaschiger Nachsorge nach der Ohrspeicheldrüsenoperation so schnell Metastasen gebildet haben, die natürlich von dem behandelnden HNO-Arzt nicht entdeckt werden konnten, weil sie nicht in unmittelbarer Nähe des Tumors aufgetreten sind, sondern in einem ganz anderen Bereich des Körpers. Nun geht die Warterei zumindest erst einmal bis zur nächsten Woche weiter.

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