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Tagebuch

22. Januar 2015

Geschrieben von Uli Schilf am 22.01.2015
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Seit über einer Stunde bin ich jetzt wieder im UKE, diesmal in der Augenklnik. Vier Personen liegen in einem Zimmer, das ist schon ziemlich gewöhnunsbedürftig. Heute Nachmittag sollen noch einige Untersuchungen stattfinden und morgen ist dan die OP geplant. Zu unserem Schrecken hörten wir, dass die Entlassung wohl frühestens Montag, sonst aber Dienstag sein soll. Mit einem solch langen Aufenthalt hatte ich gar nicht gerechnet. Ich sah den Montag als den spätesten Entlassungstag an. Aber vielleicht ändert sich ja noch etwas. Jutta ist bei mir.

Die Fahrt verlief problemlos, allerdings war es schwierig im UKE einen Parkplatz zu finden. Wir kannten aber ein Parkhaus auf dem Klinikgelände, das neu und deshalb noch nicht so bekannt ist. Es war zunächst etwas mühselig ins Internet zu kommen, aber nun hat es geklappt.

15:10 Uhr. Inzwischen habe ich einige Untersuchungen über mich ergehen lassen und zwischendurch auch zu Mittag gegessen. Zunächst wurde die Sehschärfe gemessen, anschließend der Augeninnendruck. Dann war das Gespräch mit dem Anästhesisten. Es wird nur eine lokale Narkose geben. Allerdings werde ich überwacht, so dass jederzeit umgestellt werden kann auf leichten Schlaf oder Vollnarkose. Eine Überraschung hatte der Anäthesist aber auch für mich: "Ihre Galle ist ja auch schon weg." Ich: "Das wüsste ich aber!" Er: "Dann schauen wir mal in den Befundbericht. Im Zusammenhang mit der Speiseröhren-OP vor 10 Jahren ist demnach die Galle entfernt worden." Großes Staunen bei mir! Wenn wir zu Hause sind, muss ich erst einmal in den alten Entlassungsbericht aus dem Jahre 2004 schauen. Ich kann nicht glauben, dass ich seit mehr als 10 Jahren ohne Galle herumlaufe und davon nichts weiß. Wer weiß, was mir noch fehlt, ohne das ich das bemerkt habe. Warum ich zweimal fotografiert wurde, habe ich vergessen zu fragen. Die Hornhaut wurde gemessen. Außerdem erklärte die junge Ärztin auf meine entsprechende Frage, dass die Entlassung eventuell schon am Samstag oder am Sonntag erfolgen könne.

16:55 Uhr. Gerade bin ich mit Jutta vom Kaffeetrinken zurückgekommen. Die Schwester hat mein Auge getropft und mir mitgeteilt, dass ich morgen um 07:55 Uhr als erster operiert werden soll. Meine Hoffnung steigt, dass ich dann bereits am Samstag wieder entlassen werden kann.

Ich glaube, diese Augenklinik und ich werden keine Freunde. Erst fehlt mir die Galle, dann fragt mich die Schwester, ob Jutta meine Tochter sei. Was soll ich jetzt damit anfangen?

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