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Tagebuch

19. Dezember 2014

Geschrieben von Uli Schilf am 19.12.2014
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Nach einem Tag Schreibpause geht es nun weiter.

Heute habe ich das erste Mal nach langer Zeit durchgeschlafen. Sicher liegt das an dem neuen Schmerzmittel, das mir mein Hausarzt gestern verschrieben hat. Es führt allerdings zu Schweißausbrüchen und Zittern, aber irgendetwas ist ja immer...

Aus dem UKE gibt es noch keine neuen Nachrichten im Hinblick auf den endgültigen Befund. Es liegen wohl noch keine Ergebnisse vor. Dafür erhielt ich einen Termin von der Augenklinik im UKE. Ursprünglich wollte man mich auf auf den Februar legen, obwohl der operierende Arzt gesagt hatte, dass die OP am Auge möglichst zeitnah im Januar erfolgen sollte. Nach kurzem telefonischen Disput mit der Schwester, die für die Anmeldungen zur stationären Aufnahme zuständig ist, ließ sie sich auf den 23. Januar ein. Sie beschwerte sich, dass der Doktor ihr nichts von einem Eingriff im Januar gesagt habe - als ob das mein Problem wäre. In meinem Entlassungsbrief steht jedenfalls der Januar drin.

Mein Hausarzt hat mich neu verpflastert. Das Fädenziehen haben wir auf Montag verschoben, weil die Narben doch noch zu frisch sind und noch ein wenig Wundsekret absondern. Nachts schlafe ich nun immer mit einem Uhrglasverband auf dem rechten Auge um ein Austrocknen zu verhindern. Insgesamt fühle ich mich noch recht schlapp, am meisten Gedanken mache ich mir aber über den endgültigen Befund. Ich hoffe sehr, dass da nichts zurückgeblieben ist und ich um Bestrahlung oder Chemotherapie herumkomme. Das Warten ist das Schlimmste.

19:15 Uhr: Vor einer halben Stunde hat Dr. Petersen aus dem UKE angerufen. Jutta hat mit ihm gesprochen. Er sagte, es gebe immer noch kein endgültiges Ergebnis, aber ich solle davon ausgehen, dass nach ca. 6 Wochen die Bestrahlung beginnt. Natürlich alles ohne Gewähr. Man habe ja auch Halslymphknoten entfernt und einer davon sei befallen gewesen. Mittwochs findet ja immer die Tumor-Konferenz statt, aber wegen Heiligabend und Sylvester, die beide auf einen Mittwoch fallen, ist die nächste Tumor-Konferenz erst am 7. Januar 2015. Er riet Jutta, den Oberarzt Herrn Dr. Münscher, der mich operiert hat, am Montag anzurufen. Der könne vielleicht mehr sagen. Obwohl noch nichts endgültig ist: das habe ich befürchtet.

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