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Tagebuch

18. Februar 2015

Geschrieben von Uli Schilf am 18.02.2015
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Nun hat es mich doch erwischt! Langsam beginnen die Nebenwirkungen der Bestrahlung. Der Mund wird immer trockener. Am Montag hat der Arzt dort auch einen Pilz entdeckt, der jetzt mit Tabletten bekämpft werden soll. Die Schluckbeschwerden nehmen zu, so dass ich mit einer speziellen, in der Apotheke angefertigten Lösung spülen und gurgeln muss. Die rechte Wange schwillt weiter an. Darüber spannt sich die Haut und im Bereich der Narben verspüre ich ein stärkeres Brennen. Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn die ganze Prozedur ohne sicht- und spürbare Nebenwirkungen vonstatten gegangen wäre. Noch leide ich aber nicht unter Geschmacksverlust, so dass ich wieder eine Kochbox bestellt habe, die heute geliefert wird.

Kürzlich hatte ich einen witzigen Traum: Ich ging mit einem unserer Enkel (leider weiß ich nicht, welcher es war) bei strahlendem Sonnenschein in unserem Naturschutzgebiet der Langballigau spazieren. Zum Schutz der Gräser und des Sumpfgebietes kann man an einigen Stellen nur über ausgelegte Holzbohlen gehen. Die Vögel zwitscherten und ich nahm mir einen Grashalm und kaute darauf herum. Plötzlich sagte der Enkel: "Opa, wir kriegen ein neues Auto." Ich reagierte nicht, weil ich wusste, dass manchmal so ganz überraschende Äußerungen kommen. Stattdessen nahm ich mir erneut einen Grashalm um darauf herumzukauen. Darauf der Enkel: "Opa, kriegen wir nun ein neues Auto?" Ich sagte: "Warum fragst du mich? Woher soll ich das wissen?" Darauf der Enkel: "Ja, Mama hat gesagt, wenn Opa ins Gras beißt, kriegen wir ein neues Auto." Da bin ich aufgewacht.

Gleich werde ich in Playa del Inglés auf Gran Canaria anrufen. Ein Freund macht da mit seiner Frau Langzeiturlaub und er hat heute Geburtstag. Wahrscheinlich werde ich vor Neid erblassen, wenn er mir erzählt, wie warm es dort ist. Aber blauen Himmel haben wir hier derzeit auch.

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