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Tagebuch

13. Dezember 2014

Geschrieben von Uli Schilf am 13.12.2014
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Schon wieder ist eine Nacht vorbei, die man nicht gebrauchen kann. Ich konnte nicht einschlafen, sondern lag die ganze Zeit über wach. Dauernd bildete sich Schleim, den ich auch nicht richtig abhusten konnte, weil im Hals- und Brustbereich noch alles wehtut von der Operation. Schwester Anke schob mich heute mit dem Toilettenstuhl ins Bad, so dass ich mich erst einmal frisch machen konnte. Dabei konnte ich dann zum ersten Mal ganz bewusst die Veränderungen in meinem Gesicht beobachten. Das rechte Auge hängt ganz schön und vor allem tränt es andauernd. Meine Nahrung besteht zur Zeit nur aus Joghurt. Den Kaffee habe ich wieder ausgespuckt.

Ich fühle mich ganz schon beeinträchtigt und eingeschränkt.

16:30 Uhr: Wiebke und Frank haben mich heute Vormittag besucht. Sie haben mir Apfelsaft mitgebracht. Kurz vor der Visite sind sie wieder gefahren. Die Stationsärzte haben hier so viel zu tun, dass sie sich nicht ausreichend um jeden Patienten kümmern können. Auch eine Folge der Gesundheitsreform. Mein Mittagessen (Spargelcremesuppe) habe ich nur zur Hälfte gegessen. Auch für abends habe ich mir lediglich einen Joghurt bestellt. Ich habe keinen Hunger. Gott sei Dank bin ich seit heute Morgen alleine im Zimmer, aber das kann sich jederzeit ändern. Heute Nachmittag habe ich ein bisschen geschlafen, fühle mich aber trotzdem ziemlich wackelig auf den Beinen. Der Blutdruck von 173 zu 112 war auch nicht so prickelnd. Außerdem musste mein Kopfverband erneuert werden, weil sich der Bereich um die Drainage gelöst hatte. Gegen das tränende Auge muss ich Bepanthem nehmen. Zur Nacht muss ich eine Augenklappe auf das rechte Auge kleben, weil der Lidschluss offenbar doch nicht perfekt funktioniert. Wäre ja auch zu schön gewesen. Zudem habe ich so ein Pfeifgerät, in das ich immer aus- und einatmen muss (einmal in der Stunde).

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