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Tagebuch

10. Januar 2015

Geschrieben von Uli Schilf am 10.01.2015
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Gestern habe ich die Rechnung für meinen Klinikaufenthalt bekommen. Obwohl ich sie nicht selber bezahlen muss, ist es ja vielleicht mal interessant zu wissen, was solch eine Behandlung mit stationärem Aufenthalt kostet. Unter Einschluss der ambulanten Vorbehandlung komme ich auf ca. 10.000 €. Dabei gelte ich im Krankenhaus nicht mal als Privatpatient, da ich vor langer Zeit die sogenannten Wahlleistungen (1-Bett-Zimmer, Chefarztbehandlung) aus meiner privaten Krankenversicherung ausgeschlossen habe. Sonst wären die Kosten um ca. 1/3 höher.

Eine meiner Leserinnen schrieb in einer Mail, dass ich durch meine "Bulletins" auf einem guten Weg sei, meine Krankheit zu verarbeiten. Inzwischen sehe ich das auch so. Das Schreiben hilft mir, düstere Gedanken wenigstens zeitweise einzudämmen. Gestern war ich wieder bei meinem Hausarzt, der erstens ein angenehmer und zweitens ein kompetenter Gesprächspartner ist. Zu diesen Terminen kommt Jutta meistens mit, weil ich immer ganz viel von dem vergesse, was ich eigentlich fragen wollte. Jutta ist da mein erweitertes Gedächtnis und außerdem hören vier Ohren mehr als zwei.

Im Internet habe ich gerade noch einmal über den sogenannten "Hamburger Strahlenskandal am UKE" nachgelesen, der bis ca. 2006 die medizinischen Schlagzeilen beherrschte. Inzwischen hat sich da sicher einiges getan. Und mein Hausarzt konnte mich auch ein wenig beruhigen, indem er auf die gute Ausstattung der Flensburger Strahlentherapie hinwies. Nach Flensburg kommen auch viele dänische und norwegische Patienten; auch deshalb ist der Standard hier wohl recht hoch.

Ich habe übrigens im Krankenhaus ca. 6 Kilo abgenommen. Das war eine angenehme Begleiterscheinung. Ich hoffe, dass ich das halten kann. Es könnten auch durchaus noch weitere 3-5 kg runter, aber man muss es ja auch nicht übertreiben.

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