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Tagebuch

09. Januar 2016

Geschrieben von Uli Schilf am 09.01.2016
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Gerade fand ich in der Küche ein Gedicht, das Jutta zum Jahreswechsel 2001/2002 von ihrer damaligen Arbeitgeberin bekommen hat.

Obwohl das neue Jahr nun schon wieder ein paar Tage alt ist, will ich dieses Gedicht von Hans W. Cohn hier veröffentlichen, verbunden mit den besten Wünschen für ein hoffentlich friedvolles 2016:

Neujahr

Es ist leicht das alte Jahr fortzuwerfen -
abgeblüht die Früchte verzehrt soweit sie geniessbar waren
die Erde verbraucht der Topf zersprungen –
um ein neues zu kaufen.

Schwieriger ist es das alte Jahr liebevoll umzupflanzen
in frisches Erdreich einen neuen Topf
damit vielleicht aus den alten schmerzerfahrenen Wurzeln
ein neues wächst: ein reicheres.

Hans W. Cohn: Gott im Gedicht, Hrsg. H. Zwanger, Tübingen 2007, Seite 276

 

 

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