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Tagebuch

08. Februar 2016

Geschrieben von Uli Schilf am 08.02.2016
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Der heutige Montag erwies sich als "gebrauchter" Tag. Nach einer schlaflosen Nacht (wegen der Aufregung) fuhren Jutta und ich um 06.45 Uhr nach Flensburg. Dort sollte im Radiologiezentrum um 07.45 Uhr eine Ganzkörper-Knochenszintigraphie stattfinden. Nach Auskunft der Dame an der Anmeldung war ich gar nicht angemeldet Sie konnte sich das nicht erklären, obwohl mein Hausarzt diesen Termin für mich vereinbart und mir dieses auch so mitgeteilt hatte. Unverrichteter Dinge und ziemlich empört fuhren wir zurück nach Langballig, nachdem man mir für morgen um 11 Uhr einen Termin gegeben hatte. Um die Sache zu klären, fuhren wir bei unserem Hausarzt vorbei. Die Sprechstundenhilfe bestätigte mir noch einmal, dass dieser Termin für heute mit dem Radiologiezentrum abgesprochen war. Der Fehler lag also eindeutig im Radiologiezentrum. Empörend war, dass die dortige Mitarbeiterin so tat, als könne so etwas dort überhaupt nicht passieren.

Beim Hausarzt erhielten wir dann den Befund der CT von der vergangenen Woche. Hier entdeckten wir die nächste Ungereimtheit. Obwohl ich zu dem CT-Termin eine CD von einer Computertomographie vom 09.12.2014 mitgebracht hatte, die damals in Hamburg-Eppendorf durchgeführt wurde, zog man nicht diese Untersuchung als Vergleichsmaßstab heran, sondern bezog sich auf eine ältere CT vom Februar 2014 und behauptete, dass Ergebnisse einer CT des Abdomen nicht vorlägen. Hier ist eindeutig vom Radiologiezentrum geschlampt worden. Das fördert nicht gerade das Vertrauen in diese Institution. Ich habe mir vorgenommen, dem Arzt einen Brief zu schreiben, zumal sie mit der Erstellung der Rechnung ausgesprochen fix waren. Sie lag bereits heute Morgen im Briefkasten.

In dem Befund selbst ist von einer Metastasendurchsetzung der Brustwirbelsäule, des Kreuzbeins und einer linken Rippe die Rede. Der Hausarzt erklärte, dass man nun weiter nach der Ursache für diese Metastasen suchen muss, bevor man mit einer wie auch immer gearteten Therapie beginnen kann. Deshalb musste ich heute auch noch Blut abgeben. Die morgige Knochenszintigrafie und eine MRT des Kopfes am 22.2. soll dann Aufschluss geben. Erst dann kann man bestimmen, wie und ob man das behandeln kann. Die elende Warterei geht also weiter.

Ich habe mich entschlossen, meinen Geburtstag im Kreise unserer (Groß-)Familie zu feiern. Man weiß ja nie, ob man nochmal dazu kommt.

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