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Tagebuch

08. Dezember 2014

Geschrieben von Uli Schilf am 08.12.2014
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Nach einer erneut unruhigen Nacht, die von vielen Schlafunterbrechungen gekennzeichnet war, habe ich nun mein Frühstück eingenommen. Das fällt gar nicht so leicht, denn die rechte Mundseite ist etwas gelähmt. Das ist so ein Gefühl wie nach einer Betäubungsspritze beim Zahnarzt. Zur Zeit habe ich ein Coolpack um den Hals gewickelt, weil die Ohrenschmerzen - es sind wohl Nervenschmerzen - doch ziemlich groß sind. Ich bin mal gespannt, ob heute die CT stattfindet. Muss man da nicht nüchtern sein? Na, mal sehen, was so passiert. Bis heute hatte ich in der rechten Hand bzw. im rechten Arm 2 Braunülen. Warum, weiß ich eigentlich nicht so genau. Jetzt hat mir Schwester Kathrin eine gezogen. Auf der Brust habe ich einen großen blauen Fleck, als ob da jemand draufgeschlagen hätte. Es tut aber nicht weh.

Ich schaue hier aus dem Fenster im 3. Stock und kann den Michel und den Fernsehturm sehen. Die Sonne scheint, und das Leben könnte so schön sein...

Es ist jetzt 10:10 Uhr. Von Schwester Kathrin erfuhr ich gerade, dass meine CT morgen um 10 Uhr stattfinden soll.

Die Visite fand erst gegen 14 Uhr statt. Dabei wurde mein Verband gewechselt, und ich durfte vorher sehen, wie die Wunde jetzt aussieht. Eine präzise Auskunft über den OP-Termin konnte der Arzt aber nicht geben. Mir wurde noch ein Antibiotikum verabreicht, um eine Infektion der Wunde auszuschließen.

Nach der Visite lud uns meine Schwester Bärbel in das Café im 2. Stock ein.

Anschließend gingen wir zurück aufs Zimmer. Jutta und Bärbel ließen es sich nicht nehmen einige Fotos zu schießen, von denen hier aber nur eines veröffentlicht wird:


Die Mütze beinhaltete Pralinen, die Wiebke und Frank am Samstag mitgebracht hatten.

Es ist jetzt 19:15 Uhr und Jutta und Bärbel sind gerade gefahren. Mir hat der Besuch sehr gut getan. Man kommt auf andere Gedanken und kann auch mal wieder lachen. Inzwischen habe ich bereits zu Abend gegessen, bin mit den nötigen Tabletten versorgt und habe auch schon meine obligatorische Thrombose-Spritze erhalten. Der nette Pfleger Marian, den ich eigentlich geografisch in Polen angesiedelt habe, kommt aus Rumänien, genauer: aus Siebenbürgen. Er hat mir auch eine neue Braunüle gesetzt.

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