Schilfs Reiseseite

Berichte von Reisen

zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Norwegen 1996

Wer eine Norwegenreise plant, sollte sich zur Vorbereitung unbedingt diese informative Website anschauen. Mechthild und Otto Reuber haben auf ihrer privaten Website ein Fülle von wichtigen Infos über das Land der Mitternachtssonne zusammengetragen.

 

Reisebericht Norwegen von Uli Schilf


Wir hatten geplant, unseren Urlaub in Norwegen zu verbringen. Unsere Absicht war es, durch Südnorwegen zu fahren, das einzige skandinavische Land, das ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereist hatte.
Im April 1996 hatten wir uns “Jumbo” angeschafft, unser Wohnmobil. Es war ein Eura-Mobil auf Ford-Transit-Basis und total untermotorisiert, was uns aber überhaupt nicht störte. Auf einigen kürzeren Touren hatten wir die Annehmlichkeiten dieser Reiseart schon genossen.

26.06.1996
Um 16.05 Uhr verlassen wir Flensburg in Richtung Dänemark, was ja bekanntlich nur ein Katzensprung ist. Die Fahrt durch Jütland verläuft ruhig und wir erreichen unser Ziel Frederikshavn nach 360 km und 4 Stunden Fahrt. Jutta hat die meiste Zeit geschlafen. 2 Stunden müssen wir warten, bis wir gegen 22.30 Uhr endlich auf der Fähre nach Göteborg sind. Es dauert noch bis 23.45 Uhr bis wir ablegen.

27.06.1996
In Göteborg kommen wir um 3.00 Uhr an. Um Mitternacht stoßen wir noch auf Juttas Geburtstag an. Anschließend schlafen wir anderthalb Stunden in unserem “Jumbo”. Nach dem Auschecken fahren wir noch bis kurz vor Uddevalla. Dort wird auf einem Parkplatz bis kurz vor 10 Uhr geschlafen. Nach dem Frühstück erreichen wir gegen 12.55 Uhr Fredriksten, eine Festung bei Halden in Norwegen. Nach einer Besichtigung der Festung geht es um 13.50 Uhr weiter nach Oslo. Nach kurzer Fahrt kommt die erste Mautstelle in Sicht. Durch den Oslotunnel geht es in den Norden der Stadt. Übernachtung auf dem Bogstad-Campingplatz, wo wir einen Platz für 2 Nächte buchen.

28.06.1996
Heute stehen wir um 9.30 Uhr auf. Nach einem Frühstück im Freien findet Jutta einen Akku meiner Videokamera in ihrem Tennisschuh.
Wir fahren mit dem Bus nach Oslo. Leider sind beide Akkus der Kamera leer, daher sind nur wenige Bilder von Oslo möglich. Dennoch machen wir eine ausgiebige Stadtbesichtigung und besuchen
unter anderem das Kon-Tiki-Museum auf der Insel Bygdø. Wir beschließen, dass wir morgen früh noch zum Holmenkollen fahren. Unsere “Oslokarte” gilt noch bis 12.30 Uhr, so dass wir damit auch noch in die Stadt kommen.

29.06.1996
Nachdem wir auf dem Campingplatz ausgecheckt haben, fahren wir zur Sprungschanze am Holmenkollen. Anschließend geht es bergauf auf 590m Höhe in die Nähe des Fernsehturmes. Für mich als “Fernsehsportler” ist es schon ein Erlebnis, einmal an dieser berühmten Sprungschanze zu stehen. Mit der Linie 1 fahren wir in die Stadt und besuchen dort das eindrucksvolle Munch-Museum. Um 14.25 sind wir wieder am Fernsehturm, wo wir “Jumbo” stehen gelassen hatten. Die Fahrt geht bis kurz vor Minnesund. Dort nehmen wir die Straße 33 und fahren am wunderschönen Mjøsa-See entlang. Hinter Gjøvik treffen wir wieder auf die E 6 und haben einen schönen Blick auf Lillehammer. Den Ort lassen wir jedoch rechts liegen und biegen ab ins Gausdal. Eine sehr schöne Landschaft liegt vor uns, die wir ganz intensiv genießen können, zumal “Jumbo” am Berg nur zwischen 20 und 30 Km/h schafft. Bei Vinstra gelangen wir ins Gudbrandsdalen und fahren weiter in Richtung Otta. Unterwegs konfrontiere ich Jutta mit der Idee, zu den Lofoten zu fahren. Meine Frau will sich noch nicht festlegen. Mühelos finden wir den Campingplatz in Otta. Er liegt wunderschön am strömungsreichen Fluss. Wir wollen nur eine Nacht bleiben, aber kaum haben wir unseren Platz gefunden, bemerkt Jutta, dass unser Auspuffrohr gebrochen ist. Das heißt: Eine weitere Nacht in Otta buchen, denn am Sonntag arbeitet keine Werkstatt. Montag wollen wir es bei einer von zwei Werkstätten im Ort versuchen. Diese Panne verschafft uns einen Faulenzer-Sonntag auf diesem Platz. Wir hoffen jetzt nur, dass die Reparatur erstens möglich und zweitens nicht zu teuer wird. Bis kurz vor Mitternacht sitzen wir draußen. Es ist so hell, dass wir lesen können.

30.06.1996
Wir stehen um halb elf (!) auf, frühstücken draußen, und ich mache einige Videoaufnahmen. Jutta liegt im Badeanzug auf einer Decke am Fluss, während ich gerade meine Kaffeetasse umgestoßen habe. Hier gibt es auch einen Fernsehraum, so dass ich guter Hoffnung bin, das Endspiel um die Fußball-EM zwischen Deutschland und Tschechien sehen zu können. Der Fernseher stand kurz vor der Explosion, aber ein Campingnachbar aus Ostdeutschland half mit seinem Gerät aus. Unter größeren Schwierigkeiten (unscharfes Bild, Abbruch der Antenne) sahen wir einen 2:1-Sieg der deutschen Mannschaft nach Verlängerung.

01.07.1996
Um 08.30 Uhr fahren wir zum erstbesten Autohändler in Otta. Es ist eine VW-Werkstatt. Man verweist uns auf einen Ford-Service 4 km außerhalb Ottas an der E6 in Richtung Dombos. Hier stehen wir nun. Wir müssen ca. 1 Stunde warten, sind aber optimistisch, dass “Jumbo” einen neuen Auspuff bekommt. Seit gestern Abend regnet es, und tiefe Wolken hängen an den Bergen und durchziehen das Tal. Leider hat die Werkstatt keinen Auspuff vorrätig, und so müssen wir warten. Man bietet uns aber an, mit unserem Wohnmobil auf dem Gelände der Werkstatt zu übernachten. Das tun wir dann auch. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, im Urlaub zwischen Gebrauchtwagen, reparaturbedürftigen Fahrzeugen und Neuwagen zu übernachten.

02.07.1996
Heute morgen geht es um 08.30 Uhr weiter. Wir fahren nach Lom, aber erst einmal wollen wir einen Abstecher ins Tal der Riesen (Jotunheimen) machen. Zurück in Lom besichtigen wir das Steinmuseum. In die wunderschöne Stabkirche kommen wir nicht hinein, weil dort gerade eine Trauerfeier stattfindet. Also geht es weiter in Richtung Geiranger. Immer wieder halten wir an, um diese grandiose Landschaft in uns aufzunehmen. Vor Geiranger “besteigt” Jumbo die mautpflichtige Straße zum Dalsnibba. Der Nebel ist so stark, dass wir nichts mehr sehen können. Es ist schon atemberaubend und adrenalinfördernd, dass wir nicht einmal die Pflöcke sehen können, die uns darauf hinweisen, dass es an der Seite steil bergab geht. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so. Auf dem Campingplatz in Geiranger liegen wir neben einem rauschenden Wasserfall. Regen, Regen, Regen...

 

03.07.1996
Heute geht es erst um 11.40 Uhr los. Wir fahren mit einer Autofähre durch den Geirangerfjord nach Hellesylt. Die Fahrt ist wunderschön, und wir bestaunen die Wasserfälle, die in den Fjord stürzen, wie z.B. die “7 Schwestern”. Von Hellesylt wollen wir weiter nach Alesund. Doch plötzlich:
Übereinstimmende Planänderung! Bei Stranda geht es erneut mit der Fähre über den Norddalfjord nach Liabygda. Die Entscheidung ist gefallen: Wir wollen auf die Lofoten. Also geht es über den Trollstigen mit herrlichem Panorama nach Andelsnes. Dann durch das Romsdalen weiter nach Dombås. Von dort fahren wir durch das Dovrefjell über Oppdal in Richtung Trondheim. Unseren Campingplatz finden wir bei Heimdal, etwa 10 km südlich der Stadt. Wir kommen dort gegen 22.00 Uhr an und freuen uns, dass es noch taghell ist.

04.07.1996
Eigentlich hätten wir für Trondheim mehr Zeit einplanen sollen, aber der Drang zu den Lofoten ist zu stark. Deshalb machen wir einen eher oberflächlichen Stadtrundgang, besichtigen aber immerhin den Dom. Er heißt Nidarosdom, weil die Stadt Trondheim bis ca. 1400 Nidaros hieß. Wir schauen uns den Königspalast (ein riesiges, eher schlichtes Holzgebäude) an und besuchen die Fischhalle, wo wir auch frischen Fisch erstehen. Danach geht die Fahrt weiter, und wir erreichen um 18.50 Uhr die Grenze zu Nordnorwegen. Hier wird erst einmal zu Abend gegessen. Durch eine schöne Mittsommernacht und eine wunderbare in Pastellfarben leuchtende Gletscherlandschaft geht es weiter nach Mosjoen. Natürlich schauen wir uns (gegen 22.30 Uhr!) die Sjøgata mit den ältesten Holzhäusern
Nordnorwegens an. Witzig ist, dass wir vor “Fru Haugans Hotel” auf eine Reisegruppe treffen, deren Mitglieder zum Teil aus unserem Nachbardorf kommen. Die Fahrt geht weiter nach Mo i Rana, das wir genau um Mitternacht erreichen. Und die Sonne scheint! Wir sind so gut in Form, dass wir beschließen bis zum Polarkreis weiterzufahren. Wir erreichen ihn um 01.20 Uhr. An Schlaf ist zunächst nicht zu denken. Wir machen Fotos, sind immer wieder draußen um das herrliche Wetter zu genießen. Gegen halb vier schlafen wir dann doch ein.


05.07.1996
Wenn man so spät in den Schlaf kommt, dann wird es nichts mit früher Abfahrt. So starten wir also erst um 11.30 Uhr. Eine Viertelstunde später gibt es einen lauten Knall. Was ist passiert? Während der Fahrt ist die Top-Box aufgesprungen. Ich hatte sie wohl nicht richtig verschlossen, und es geht ein heftiger Wind. Wir fahren durch die herrliche Gebirgslandschaft Nordnorwegens. Um 16 Uhr sind wir am Fährhafen. Unsere Fähre nach Lødingen ( Preis: 238 NKK) geht erst um 18.00 Uhr. Die Fährüberfahrt bei schönem Wetter macht Spaß. Nun geht es weiter zum Hauptort der Vesterålen, nach Sortland. Die schön geschwungene Brücke dort gefällt uns.

06.07.1996
Um 12.25 Uhr geht es auf der E 10 weiter bis Melbu. Um 14.00 Uhr legt die Fähre nach Fiskebøl auf den Lofoten ab. Bei gutem Wetter sind die steil aufragenden Felsen dieser Inselgruppe gut zu sehen. In Fiskebøl angekommen, fahren wir sofort weiter zum Campingplatz in einen Ort mit dem unaussprechlichen Namen Ørsvågvær. Wir finden einen schönen Platz an einem Fjord mit tollem Blick auf das Gebirge.

07.07.1996
Inzwischen sind wir richtig gut auf Urlaub eingestellt. Wir lassen den Tag immer sehr ruhig beginnen. In Ørsvågvær können wir “Jumbo” entsorgen. Gegen 11.30 geht es zunächst nach Henningsvær, einem idyllisch gelegenen Fischerdorf. Dort schauen wir uns Bilder von den Lofoten an und sehen eine sehr gut gemachte Diashow. Weiter geht es nach Vikten. Dort wartet der einzige Glasbläser Nordnorwegens auf unseren Besuch. Für die Besichtigung seines Hauses kassiert er 20 NOK Eintritt pro Person. Aber dafür darf man dann auch etwas bei ihm kaufen. Weiter geht die Fahrt zum südlichsten Zipfel der Lofoten nach Å. Der Ort heißt wirklich so. Die E 10 ist die einzigste Straße, die dort hin führt. Irgendwann hinter einem Tunnel ist deshalb auch eine Mautstation aufgebaut, und wir müssen 65 NOK bezahlen. Ein bisschen hat man das Gefühl von modernem Raubrittertum, aber was solls. In Å besuchen wir das Stockfischmuseum, das sehr interessante Einblicke in die Zubereitung bzw. Weiterverarbeitung von Dorsch zu Stockfisch gibt. Hier erfahren wir auch, dass die Fischköpfe in Nigeria eine große Delikatesse und die Hauptimporteure Spanien, Portugal und Italien sind. Jutta geht noch in ein Puppenmuseum, während ich (es ist ja schließlich Urlaub) ein wenig die Beine ausstrecke.
In Fiskebøl fahren wir auf die Fähre und verlassen diese beeindruckende Inselgruppe in Richtung Melbu (Versterålen). Die Vesterålen werden immer ein wenig stiefmütterlich behandelt, dabei sind diese Inseln ebenfalls sehr schön. Unser Ziel steht nun fest: Wir fahren zum Nordkap! Eine Übernachtung legen wir kurz vor Lødingen an einem langgestreckten Fjord ein.

08.07.1996
Gegen 11.00 Uhr fahren wir los, zurück aufs Festland. Die E10 führt am Ofotfjord entlang. Narvik liegt bildschön auf der anderen Seite. Bei Bjerkvik hat uns die E6 wieder. In Gratangen machen wir einen Videostop. Wir können uns an der Landschaft gar nicht satt sehen. Hier oben ist es wunderschön einsam. Wenig Autoverkehr. Über Bardu, Storsteinnes am südlichen Ende des Tromsø-Fjordes vorbei geht es nach Oteren. Die Strecke am Lyngenfjord entlang ist atemberaubend. Wir übernachten in freier Natur. Heute sind wir 412 km gefahren und haben damit die Hälfte der Strecke bis zum Nordkap hinter uns.

09.07.1996
Um 10.35 Uhr starten wir Richtung Norden. Die nördliche Spitze Europas rückt immer näher. Zunächst geht die Fahrt am Altafjord entlang. Für die Beschreibung fehlen mir inzwischen die Adjektive.
Einfach großartig! Durch das Fjell geht es ins Land der Samen. Hier sichten wir auch die ersten Rentiere und fahren entsprechend vorsichtig, denn viele Tiere benutzen ausgerechnet den Mittelstreifen der Fahrbahn. Ob sie sich daran orientieren? Kühe begegnen uns auch. Ob die auch zum Nordkap wollen? Kein Mensch weit und breit zu sehen. Am breiten Porsangerfjord vorbei führt uns die Straße bis nach Kåfjord. Um 18 Uhr sind wir dort an der Fähre. Die Überfahrt nach Honningsvåg auf der Insel Magerøya ist um 18.45 Uhr und kostet 232 NOK. Um 20.10 erreichen wir das Nordkap. Auch dieser Zutritt ist nicht kostenlos. 300 NOK müssen wir bezahlen, dürfen dann aber auch dort eine Nacht bleiben. Wir stellen unser Wohnmobil so hin, dass wir einen schönen Blick aufs Meer haben. Unsere Nachbarn sind ein älteres Ehepaar aus Köln, die dort wohnen, wo ich mal gewohnt habe. Mit ihnen, die schon 5 Wochen unterwegs sind, stoßen wir an. Sehr schöne Farben! Nach Mitternacht gehen wir in die Grottenbar, die in einen Felsen hineingebaut wurde. Sie hat ein Panoramafenster. Dort trinken wir noch einen Sekt und beobachten weit draußen russische Trawler. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter!


10.07.1996
In zügiger Fahrt geht es zunächst auf der E69 bis zur Fähre in Honningsvåg. Nach dem Übersetzen nach Kåfjord fahren wir bei Olderfjord auf die E6 bis nach Karasjok. Seit der Fähre habe ich unangenehme Ohrenschmerzen. In Karasjok schauen wir uns eine Diashow über das Leben der Samit an. Wir erstehen eine CD mit samischen Liedern.

11.07.1996
Um 11.00 Uhr fahren wir weiter über die norwegisch-finnische Grenze bis nach Inari. Dort tauschen wir unsere norwegischen Kronen in Finnmark. Am Inari-See halten wir uns nicht lange auf, denn es regnet in Strömen. Bei Saariselkä machen wir um 15.40 Uhr Mittagspause. Gegen 19.00 Uhr erreichen wir einen Campingplatz in Rovaniemi, der direkt an einem Fluss liegt. Wir genießen die Mitternachtssonne mit wunderschönem Licht.

12.07.1996
Von Rovaniemi kommen wir erst gegen 12 Uhr mittags weg. Über Nebenstrecken haben wir eine schöne Fahrt nach Aavesaksen. Von dort geht es über den Torneå nach Schweden (Overtorneå). Mittagspause machen wir am Hirvijervi (=Elchteich). Weiter geht es nach Jokkmokk. Im Tourist-Office besorgen wir uns Material. Ich bin schon zum dritten Mal in Jokkmokk, während es für Jutta das erste Mal ist. Wir begeben uns auf den Weg zum Storknabben, dem Hausberg von Jokkmokk. Wie 1983 gerate ich auf der Straße (an der gleichen Stelle) in eine Polizeikontrolle. Ich muss in ein Röhrchen pusten! Vermutlich frönen hier viele dem Alkohol. Nachdem auch das erledigt ist, fahren wir den Berg hinauf und genießen die Mitternachtssonne, wobei wir uns heftig der großen Mückenschwärmen erwehren müssen. Auf dem Parkplatz unterhalb des Gipfels sind wir allein, deshalb übernachten wir dort.

13.07.1996
Heute fahren wir nach Kvikkjokk. Auch hier bin ich zum dritten Mal, denn von hier aus habe ich 1985 eine Wanderung in den Padjelanta-Nationalpark gestartet und bin 1983 hier nach 200 km Wanderung auf dem Kungsleden (von Åbisko nach Kvikkjokk) angekommen. Jetzt will ich Jutta ein wenig an meinen Erinnerungen teilhaben lassen, und deshalb wandern wir - begleitet von Mückenschwärmen - 2 Stunden lang auf dem Kungsleden.
Zurück in Jokkmokk fahren wir auf den Campingplatz. Gerade als wir mit dem Abendessen anfangen (es gibt Fleisch!), beginnt der große Regen.

14.07.1996
Erst um 13.20 Uhr geht es weiter. Wir fahren von Jokkmokk nach Luleå. Das sind 176 km, auf denen nichts Besonderes geschieht. Wir schauen uns zwar “Gamla-Luleå an, aber im Regen macht das keinen besonderen Spaß.

15.07.1996
Zunächst haben wir immer nur Regen. Um 10.20 Uhr fahren wir los. Västernorrland empfängt uns zwar mit schönem Wetter aber auch sehr viel Wind. Mit Sekt feiern wir unterwegs die erste Premiere: Seit dem Kauf von “Jumbo” am 30.04.1996 sind wir mit ihm 10.000 km gefahren. Kurz danach (ohne Sekt) die 2. Premiere: “Jumbo” ist 100.000 km gelaufen. Auf der Fahrt sehe ich 2 Elche, war aber zu langsam, um sie zu filmen. Im Restaurant des Campingplatzes esse ich Bräckt-Lax (gegrillter Lachs. Jutta hat ein Entrecôte).
Die Nacht auf dem Campingplatz in Ramvik ist sehr stürmisch. “Jumbo” schaukelt ordentlich. Gefahren sind wir heute 461 km.

16.07.1996
Heute führt uns die Fahrt weiter nach Süden: Nach Uppsala. In Stadtnähe finden wir nach 389 km und 5 1/2-stündiger Fahrt einen Campingplatz. Wir haben schönes Wetter und können draußen zu Abend essen.

17.07.1996
Bevor wir Uppsala verlassen waren wir noch in dem ehrwürdigen Dom, haben die Universität und das Schloss angeschaut. Um 11.00 Uhr begeben wir uns auf den Weg nach Stockholm. Unterwegs sehe ich wieder 3 Elche.
Der von uns angepeilte Campingplatz erweist sich als voll, d.h. alle Campingplätze mit Stromanschluss waren belegt. Wir sind nun auf dem Sportplatz des Sätra SK gelandet. Dort haben wir Strom. Mit der Tunnelbana geht es nachmittags in die Stadt. Wir bummeln durch Gamla Stan und rund um Sergel Korv.

18.07.1996
Erst am späten Vormittag verlassen wir Stockholm und fahren nach Mariestad am Vänernsee. Unterwegs besuchen wir noch Schloss Gripsholm. Die Fahrt ist von heftigen Regenschauern begleitet. Bei der Ankunft in Mariestad nach 302 Km und 5 1/2 Stunden Fahrt haben wir allerdings schönes Wetter. Ich filme den Sonnenuntergang.

19.07.1996
Heute machen wir uns bei herrlichem Wetter einen faulen Tag, lesen sehr viel und gehen am Vänernsee spazieren.

20.07.1996
Jetzt, wo die Reise bald zu Ende ist, mögen wir gar nicht weg. So fahren wir auch erst um 12.05 Uhr mittags von Mariestad los und sind nach rund 200 km um 15.00 in Göteborg. Nach einem Abstecher zum Hafen fahren wir in die Stadt, machen eine Bootsrundfahrt, schauen uns die Aveny an und sind um 21.45 Uhr wieder am Hafen.

21.07.1996
Um 1.25 Uhr legt die Fähre ab und um 4.30 Uhr sind wir in Frederikshavn. Hier schließt sich der Kreis. Gegen Mittag sind wir nach insgesamt 7.213 km wieder in Flensburg. Eine wunderschöne Reise hat ihr Ende gefunden.