Schilfs Reiseseite

Berichte von Reisen

zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Publikationen

Auf dieser Seite werde ich in Zukunft auf eigene und fremde Publikationen im Zusammenhang mit meinem Studium an der FernUniversität Hagen hinweisen.

Zunächst gibt es hier einen Link zu meiner Hausarbeit über Thomas Hobbes' Staatsrechtsphilosophie im Kontext des Englischen Bürgerkrieges.

Zusammenfassung

Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit ist die Staatsrechtsphilosophie Thomas Hobbes‘ vor dem Hintergrund des Englischen Bürgerkrieges (1642-1649).
Das Thema entwickelte sich aus der Lektüre des Kurses „Sozialphilosophie des 18. Jahrhunderts“, der wiederum Bestandteil des Moduls 3E „Diskursiver Entwurf: Wissen, Aufklärung, Handeln“ des Masterstudienganges „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“ an der FernUniversität Hagen ist. Mit dem Werk des englischen Philosophen Thomas Hobbes beginnt die moderne politische Philosophie. Dies und die Tatsache, dass Hobbes als der Philosoph gilt, dessen „von ihm ausgearbeitete individualistische vertragstheoretische Staatsrechtfertigung […] bis heute das vorherrschende legitimationstheoretische Modell in der politischen Philosophie [ist]“, rechtfertigen eine intensivere Auseinandersetzung mit seinem Werk. Dies ist im Rahmen einer auf wenige Seiten begrenzten Hausarbeit jedoch nur eingeschränkt leistbar. Es soll daher nur ein Teilaspekt untersucht werden, nämlich welchen Einfluss die revolutionären Ereignisse in England auf die Entwicklung der Staatslehre durch Hobbes hatten. Auch wenn das Werk „Elements of Law, Natural & Politic“ als der „erste politische Traktat der Englischen Revolution“ bezeichnet wird, muss aus den genannten Gründen auf eine Auseinandersetzung damit verzichtet werden. Allerdings sind die ersten beiden Teile des „Leviathan“ („Vom Menschen“ und „Vom Staat“) fast deckungsgleich mit den „Elements of Law“, so dass dieses Werk indirekt doch gewürdigt wird.
Im Zentrum der Betrachtung steht das Hauptwerk Hobbes‘, der „Leviathan“; herangezogen wird das von Herfried Münkler herausgegebene und mit einem Essay versehene Werk „Behemoth oder Das Lange Parlament“ von Thomas Hobbes. Während Hobbes im „Leviathan“ seine Staatsrechtslehre formuliert, wird im posthum veröffentlichten „Behemoth“ in Form eines Dialogs analytische Geschichtsschreibung praktiziert, indem Hobbes den Versuch unternimmt, „an einem herausragenden Beispiel zu illustrieren, welche Ereignisse, Menschen und vor allem Ideen die politische Ordnung Englands zerstören und zum Bürgerkrieg führen.“

Nun ist auch meine 2. Hausarbeit erschienen: "...Dies ist der Mann, der sterben kann für Gott und Vaterland...".

Zusammenfassung:
Die vorliegende Hausarbeit ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Kurs „Männergeschichte“, der Bestandteil des Moduls 4G „Sozialökonomische Dynamik: Industrialisierung und bürgerliche Gesellschaft“ ist. Das Zitat im Titel dieser Hausarbeit weist auf einen wesentlichen Aspekt der Männergeschichte hin: auf die Entwicklung der militarisierten Männlichkeit am Beginn der Moderne. „Wer ist ein Mann?“ fragt der Schriftsteller Ernst Moritz Arndt (1769-1860) in dem Gedicht, dem dieses Zitat entnommen wurde, und gibt hier seine pathetische Antwort: „Dies ist der Mann, der sterben kann Für Gott und Vaterland, Er läßt nicht ab bis an das Grab Mit Herz und Mund und Hand.“ Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs Preußens, der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, des Siegeszuges des „Sohn[es] der Revolution“ Napoleon und schließlich des Befreiungskampfes von der „Fremdherrschaft“ entwickelten sich neue Leitbilder einer bürgerlichen Männlichkeit. In dem (noch) recht jungen Forschungsgebiet der „Männergeschichte“ wird die Erforschung der Militarisierung von Männlichkeit bisher nur selten thematisiert, obwohl gerade im Bereich des Militärs die männliche Dominanz in der Gesellschaft überdeutlich wird. Die vorliegende Arbeit untersucht den Teilaspekt dieser Männlichkeit und deren Institutionalisierung. Anthropologische Grundlagen des in der Aufklärung entstandenen Männlich-keitskonzeptes stehen ebenso im Fokus der Betrachtung wie die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht als ein Aspekt der Heeresreform. Sie hatte neben weiteren Reformen, die während der französischen Besetzung Preußens eingeleitet wurden, einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung der militarisierten Männlichkeit. Berücksichtigt werden die Ausformulierung einer neuen, ausgeprägt hierarchisch organisierten Geschlechterordnung sowie das Merkmal der bis weit in das 20. Jahrhundert hinein wirkenden Geschlechtertrennung. Besondere Bedeutung kommt der zeitgenössischen Publizistik und hier insbesondere der „Befreiungslyrik“ eines Ernst Moritz Arndt oder eines Theodor Körner (1791-1813) zu. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage beantwortet werden, welchen Einfluss diese Lyrik auf die Mobilisierung größerer Bevölkerungskreise für patriotische und nationale Ziele hatte. Berücksichtigung findet auch die Einwirkung der Turnbewegung des Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852).