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Tagebuch

18. August 2016

Geschrieben von Uli Schilf am 18.08.2016
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Gestern waren meine Schwester Bärbel und ihr Freund Günther bei uns. Wir hatten herrliches Sommerwetter (endlich) und nutzten die Gelegenheit für einen Ausflug nach Glücksburg.

Uns verbindet mit dem Ort ja etwas Besonderes. Im Oktober des vergangenen Jahres suchten Jutta, Bärbel und ich in dem dortigen Ruheforst einen Baum aus, unter dem wir eines Tages bestattet werden wollen. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, diesen Baum zu jeder Jahreszeit zu besuchen. Leider hat es bisher nicht geklappt. Gestern konnten wir die Stelle aber Bärbels Freund Günther zeigen. Irgendwie hat es etwas Tröstliches, in diesem Wald spazieren zu gehen und zu wissen, dass man dort eines Tages seine letzte Ruhe findet.


Das ist "unser" Baum in seiner ganzen Pracht.

Anschließend tranken wir Kaffee im Rosencafé und Günther freute sich, dass er mal wieder nach Glücksburg gekommen war. Dort hatte er als Schüler so einige Erlebnisse auf einer Klassenfahrt ins Waldschulheim. Aber das ist jetzt mehr als 60 Jahre her.

Nach einem Aufenthalt auf unserer Terrasse, währenddessen wir Conrad bei der Arbeit zusahen, wollten wir zum Odinfischer. Dort war es so voll, dass wir ins Fährhaus ausweichen mussten. Dort saßen wir auf der Dachterrasse mit einem schönen Blick über die Förde und nach Dänemark. Alles in allem war es ein schöner Nachmittag und Abend.

Heute hat mich der Alltag wieder. Arztrechnungen müssen bezahlt und bei der Krankenkasse eingereicht werden und heute Nachmittag muss ich ins Krankenhaus zum MRT. Brust- und Halswirbelsäule sollen untersucht werden.

Es ist jetzt 23:45 Uhr und ich komme noch mal zum Schreiben. Die MRT habe ich überstanden, obwohl es nicht einfach ist. Eine ganze Stunde lag ich bewegungslos in der Röhre. Man hatte mir zwar Musik auf die Kopfhörer gespielt, aber die wurde total überlagert durch heftige Klopfgeräusche. Ich neige nun nicht zu Panikattacken, aber es ist schon grenzwertig, eine Stunde lang bewegungslos auf einer Liege auszuharren und dann noch in einer Röhre zu stecken. Ich leide nun nicht an Platzangst, aber schön ist das alles wirklich nicht.

Unsere Schwiegertochter Inken hat ganz spontan zu einem Umtrunk und Imbiss anlässlich ihres Geburtstages eingeladen. Wir sind der Einladung gerne gefolgt und haben bis um 22 Uhr draußen gesessen. Vorher hat Jutta noch ein neues Sofa gekauft (das stimmt so nicht. Sie hat es ausgesucht und gewartet, bis ich vom MRT kam). Da wir einen sehr ähnlichen Geschmack haben, war der anschließende Kauf nicht mehr so anstrengend. Allerdings müssen wir jetzt noch 6 Wochen auf das gute Stück warten.

Die Reise nach St. Petersburg nimmt auch Formen an und so war es ein rundum ereignisreicher Tag.

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